Bezirksorganisation Bruck/Leitha

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Nach der Wahl ist vor der Wahl!

Bezirksvorsitzender, LAbg. Rainer Windholz nach der Nationalratswahl:

Ich möchte mich bei allen unseren KandidatInnen aus dem Wahlkreis herzlich für ihren Einsatz zur NRW bedanken. Kathi Kucharowits als unsere Spitzenkandidatin hat ein wirkliches Monster Programm abgespult. Das war großartig und extrem fleissig. Ein großes Dankeschön auch an unseren Mitarbeiterinnen in den Büros in Bruck und Schwechat und ebenso an alle WahlhelferInnen in den Sprengeln.

 

Regionale Spitzenkandidatin Katharina Kucharowits:

Wir haben gekämpft, hatten intensive Wochen und waren in direktem Kontakt mit vielen vielen Menschen.
Ich bin jedoch enttäuscht, das Ergebnis ist unglaublich schmerzhaft, es gibt nichts schönzureden...
Ein großes DANKE aber allen KandidatInnen in unserer Region, allen ehrenamtlichen FunktionärInnen, allen Kolleginnen in unseren Bezirksbüros für euren unermüdlichen Einsatz, euer Engagement, euer Laufen.
Herzlichen Dank allen Wählerinnen und Wählern, die uns der SPÖ ihr Vertrauen geschenkt haben.

 

LHSTv. Landesparteivorsitzender Franz Schnabl: SPÖ darf in ihren Strukturen nicht versteinern

„Die Spitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner müsste nach dem FPÖ-Ibiza-Video und dem erfolgreichen Misstrauensantrag die strahlende Siegerin dieses Sonntags sein. Dass sie das nicht ist, ist weniger ihr, als der Partei zu verdanken: Die Parteispitze betrieb Selbstfindung statt Strategie“, erklärt SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender LHStv. Franz Schnabl.

Schon Kreisky sagte, „dass es die Gewähr dafür geben müsste, dass die Partei nicht versteinert in ihren Strukturen, weil eh so viel erreicht wurde und weil sie jetzt eh regiert“. Deshalb müsste die SPÖ schauen, die Partei zu erneuern, fordert Schnabl. Viele „kleinere und größere Affären“ hätten den Wahlkampf begleitet. „Die Sozialdemokratie hat sich dabei wie eine Selbstfindungsgruppe präsentiert“, zeigt sich Schnabl selbstkritisch: „Die Parteivorsitzende hat hervorragend gekämpft, tollen Einsatz gezeigt. Aber vieles darum herum und dahinter hat nicht funktioniert.“ Personelle Konsequenzen an der Spitze der Partei hält Schnabl für nicht notwendig. „Pamela Rendi-Wagner hat gekämpft wie eine Löwin.“

„Weder Regierung noch Opposition bringen der SPÖ automatisch das, was jetzt getan werden muss“, resümiert Schnabl: „Den Apparat modernisieren, neue Formen der Mitsprache ermöglichen, eine neue Debattenkultur und eine Repolitisierung einläuten. Man muss alles viel grundsätzlicher betrachten. Was erwartest Du von der Gesellschaft, vom Staat. Die Leistungen sind ja da, vielleicht muss man sie anders gestalten.“

 

Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar: "Am Ergebnis der SPÖ NÖ ist nichts schön zu reden!"

„Unser Ziel war es einerseits ein Ergebnis zu erreichen, mit dem wir Schwarz-Blau verhindern können und in Niederösterreich vor der FPÖ zu liegen“, erklärt SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar. Gelungen sei es nach den derzeit vorliegenden Ergebnissen nur, dass die FPÖ in Niederösterreich auf Platz drei verwiesen wurde. Dieses Ergebnis ist dennoch ein Debakel für die Sozialdemokratie.“

Die Ausgangslage – mit dem Ibiza-Skandal, der Wahlkampfkostenüberschreitung und Spendenaffäre, die schwarz-blaue ArbeitnehmerInnen- und Sozialpolitik – all diese von Kurz, Strache und Hofer aufgelegten Elfmeter hätte die SPÖ nicht verwandeln können, resümiert Kocevar: „Die SPÖ hat offenbar aus der Sicht der WählerInnen keine vernünftige Oppositionsarbeit geleistet und trotz einer stetigen Aufholjagd und einem enormen Einsatz unserer Vorsitzenden sowie unserer KandidatInnen, ist es uns im Wahlkampf nicht gelungen, die WählerInnen in dem Ausmaß zu erreichen und zu überzeugen, wie wir uns das gewünscht hätten.“ Es habe sich klar gezeigt, dass die FPÖ-Skandale der ÖVP genützt haben, die Grün-WählerInnen, die 2017 SPÖ gewählt hätten, um die Schwarz-Blau zu verhindern, hätten auch wieder Grün gewählt. „Diese WählerInnen haben wir nicht halten können!“, erklärt Kocevar: „Wenn uns eine Veränderung in Österreich gelingen soll, ist es nicht hilfreich, wenn zwischen SPÖ und Grüne gegenseitig die Stimmen wechseln – wir brauchen gute Angebote für bürgerliche WählerInnen und FPÖ-WählerInnen, wenn wir wieder dazugewinnen und Regierungsverantwortung übernehmen wollen.“

 

 

Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner: "Ein Ergebnis, mit dem wir nicht zufrieden sein können!"

Sie stellt aber auch klar. Dieses Ergebnis ist eine Zwischenstation. „Unser Weg geht weiter. Und es ist ein Weg der Menschlichkeit und des Zusammenhalts.“

„Dank an alle WählerInnen und UnterstützerInnen“

Rendi-Wagner dankte im Festzelt in der Löwelstraße allen WählerInnen und UnterstützerInnen. „Danke an alle, die uns das Vertrauen ausgesprochen haben. Und Danke an alle, die mich vom ersten Tag an unterstützt und gemeinsam mit mir gekämpft haben!“ Rendi-Wagner machte klar: „Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein. Es ist nicht das, wofür wir bis zur letzten Sekunde gekämpft haben.“ Die SPÖ hat im Wahlkampf von Anfang an auf Themen gesetzt hat. „Und ich bin überzeugt: Es waren, sind und werden auch weiterhin die richtigen Themen sein, weil wir damit Antworten auf die Probleme der Menschen geben“, betonte Rendi-Wagner.

„Heute ist eine Zwischenstation“

Für unsere Vorsitzende ist klar: „Der heutige Tag ist eine Zwischenstation. Wir werden unseren Weg der Menschlichkeit gemeinsam Schulter an Schulter weitergehen – für alle, die in diesem wunderschönen Land leben!“, unterstrich Rendi-Wagner.

„Können mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein“

Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda sagte, dass wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein können. Für die SPÖ geht es jetzt darum, „dass wir inhaltlich und programmatisch vorwärtskommen und einen Weg finden und gehen, der uns wieder an die Spitze führt“.

 

 

 

Grafik: Quelle BMI, Stand: 1.10.2019