Bezirksorganisation Bruck/Leitha

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Zeitzeugengespräch mit Adi Marschal in Bruck

LAbg und Bezirksvorsitzender Rainer Windholz lud am 12. Februar zu einem Zeitzeugengespräch mit Adolf Marschal, in die Buchhandlung Riegler in Bruck/L.

Gelebte Geschichte, war das Schlagwort, authentische Berichte aus der Zeit.

Adolf Marschal, Jahrgang 1922 erlebte als 12 jährige Bub die Februarkämpfe in seinem Wohnbezirk, Simmering.

Adi Marschal wurde eingezogen und in Stalingrad verwundet. Er überlebte die Hölle von Stalingrad nur knapp.

Eine Typhuserkrankung kostete ihn beinahe das Leben. Er schwor sich im russischen Lazarett hier nicht zu sterben.

Heute konnte uns Herr Marschal als Zeitzeuge seine Erlebnisse schildern.

 

NRin. Katharina Kucharowits führte durch das Programm und leitete die anschließende Diskussion und Fragenstellung aus dem Publikum.

 

LAbg. Rainer Windholz:

"Es ist immer schwierig, unmittelbare Parallelen aus historischen Ereignissen zu ziehen. Eine allerdings liegt auf der Hand:

Autoritäre Entwicklungen passieren nicht auf einen Schlag, sie bauen sich auf, entwickeln sich, kündigen sich an. Schleichend werden demokratische Rechte abgebaut, gleichzeitig wird die Rechte auf den Straßen immer mutiger.

Jedes Zurückweichen ermuntert noch mehr, denn es zeigt, dass die eigene Strategie erfolgreich ist. Gleichzeitig führt jedes Zurückweichen zu einem zunehmenden Gefühl des Unausweichlichen und damit zu einem Nachlassen des Widerstands.

Wenn es also eine Lehre aus den damaligen Entwicklungen geben soll, dann lautet sie: Wehret den Anfängen."